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WerkWohnWochen 2020
 
 
18. WerkWohnWoche UNIKAT  
 
Nach 12 Jahren wussten wir, dass dies die letzte WWW sein würde. Trotzdem war es eine fröhliche Woche, wir konnten nochmals aus dem Vollen schöpfen! Nach anfänglichem Heimweh lebten sich alle gut ein.
Mit den vier Teilnehmerinnen starteten wir zügig mit dem Windbreaker, um diese recht grosse Hauptarbeit gleich anzupacken. Die Stoffauswahl war bald getroffen, wie immer wurde zuerst gewaschen und gebügelt. Parallel dazu Schnittmuster kopieren und anpassen; es lief wie am Schnürchen! Dann hiess es: Nähen, bügeln, nähen … und manchmal auch auftrennen. Eine Musteranpassung war nicht gut und ich musste ein Rückenteil nochmals zuschneiden. Gott sei Dank für gute Ideen und dass wir noch genug Stoff hatten!
In den Andachten haben wir Armbänder geknüpft mit Charms zum Thema: Du bist wertvoll und einizigartig! Gott hat sich viel überlegt, als er dich geschaffen hat. Um das zu unterstreichen, stellten wir auch Siegelstempel mit dem eigenen Monogramm her.
Wir hatten eine gemütliche Zeit an der Sitter, fanden Hübsches und Erstaunliches im Kies, immer wieder eine Überraschung, was da angeschwemmt wird! Schwimmen mochten nicht alle, weil man nicht bis zum Boden sieht; das war den einen etwas unheimlich.
Wie jedes Jahr hatten wir einen Workshop dabei, der anderen dient. Aus Fasiresten nähten wir warme Handschuhe für die Weihnachtspäckli von „Licht im Osten“. Diesmal gings zu und her wie in einen kleinen Fabrik! Inklusiv Qualitätskontrolle! Wir schafften zehn Paar Handschuhe 😊 Dieses Jahr konnte ich leider nicht selbst Päckli packen, aber die Handschuhe wurden dankend angenommen und in Sulgen in zehn der Kinderpäckli eingepackt. Unsere ältere Tochter war letzten Winter beim Verteilen in Rumänien dabei und erlebte hautnah mit, wie die Kinder sich nicht nur über die Süssigkeiten und Spielsachen, sondern auch über warme Kleider freuen.
Alle wurden mit dem Windbreaker rechtzeitig fertig. Puh, das war viel Arbeit! Beim Annähen der Kapuze brauchten die Mädchen etwas Hilfe, das sind aber auch schwierige Nähte!
Am Freitag trugen wir unsere Büchsenwurf-Challenge aus (die Woche über durfte geübt werden). Ausstellung nicht vergessen, Zelt saugen, Nähmaschinen einpacken …  schnell war es vorbei … und das Haus wieder leer.
Und dann kam das Aufräumen, zum letzten Mal. Da war schon Wehmut dabei. Zwölf Jahre, 18 WerkWohnWochen! All die speziell auf die WWWs zugeschnittenen Anschauungen, Einrichtungen, Listen und Pläne entsorgen, ein „weisst du noch?“ … Bald sind alle Spuren beseitigt. Diese Nähcamps haben uns als ganze Familie stark geprägt. Wir hatten ja selbst Töchter im ähnlichen Alter. Nach der WWW war vor der WWW, Ausprobieren, Vorbereiten und Material Suchen beschäftigte mich das ganze Jahr. Gott schenkte immer Ideen im Überfluss!
Vor zwölf Jahren bat ich Jesus an einem Tiefpunkt, mir zu zeigen, was er mit mir vorhat, wie ich ihm trotz meiner Einschränkungen dienen kann. Er zeigte mir ein Bild von einer Gruppe Teenagermädchen, die bei uns im Garten campten und ich bot ihnen morgens und nachmittags Workshops an. Seine Liebe sollte durch uns auf die grossen Mädchen scheinen. Eine Atmosphäre der Annahme und Wertschätzung sollte deutlich spürbar sein. So wurden die WerkWohnWochen geboren. Seit zwei Jahren vermutete ich, dass diese Zeit dem Ende zugeht und mittlerweile bin ich sicher.
Was hat Gott jetzt mit mir vor? Ich weiss es nicht und bin gespannt. Weiterhin gebe ich Nähkurse. Siehe UFO nähen, offene Nähtage etc.
Aber von dieser Form Nähcamps für grosse Mädchen mit Rund-um-die-Uhr-Betreuung nehmen wir Abschied. Es war eine wunderbare, aber auch strenge Zeit. Wir haben viel Durchhilfe von oben und sogar Wunder erlebt. Jesus möge die Samen, die wir legen durften, zum Keimen und Wachsen bringen!
„Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.» Prediger 3,1
 Seid gesegnet!
Herzliche Grüsse
Barbara und Nathalie Eugster, Stückwerkstatt
 
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